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Jakob der Rabe
1. RUNDBRIEF JAKOB

Hallo Mädchen und Jungen der Viktor-Schule,

da bin ich, euer Rabe Jakob. Ihr kennt mich noch von der Einschulungsfeier. Nun begleite ich euch durch das Schulleben. Freddy Schmöker hat sich zurückgezogen. Er sitzt irgendwo in der Stadtbücherei, nahe am Lesefutter, sozusagen in der Leseseniorenresidenz für Bücherwürmer. Es scheint ihm aber gut zu gehen. Natürlich werde ich ihn dort mal besuchen. Aber zurzeit bin ich im Schulgebäude der Viktor-Grundschule unterwegs. In der Klasse 1b habe ich viele Bilder von mir entdeckt. Dort scheint das „Rabenfieber“ ausgebrochen zu sein. Die Namensschilder der Kinder und das Namensschild der Lehrerin sind mit einem Rabenbild geschmückt. Darüber habe ich mich sehr gefreut. So habe ich neben Mimi der Lesemaus einen neuen Fanclub gefunden. Es macht mir natürlich besonderen Spaß mit dem Schulleiter diese Klasse zu besuchen. Wenn er mich aus der Kiste holt, kann ich wunderbar mit den Kindern sprechen und sie unterhalten. Das macht richtig Laune.


Außerdem habe ich mal in allen Klassen heimlich beim Laternenbasteln zugeschaut. Pappkartons, Transparentpapier, Scheren und Klebstifte lagen auf allen Schülertischen. In den Klassen duftete es nach Klebstoff und in manchen Klassen auch nach Kaffee. Denn dort waren Eltern zu Besuch und halfen kräftig mit. Nun sind einige dieser gebastelten Laternen bereits zu Xantener Geschäften gebracht. Dort kann man sie im Schaufenster bewundern.

Wetten, dass sich manche Kinder der Viktor-Schule die Nase an den Fenstern platt drücken, um ihre Laterne zu entdecken.

Vielleicht macht ihr euch auch auf den Weg in die Stadt, um eure Laterne zu suchen.

 

Viele Grüße, bis bald,

 

euer Jakob

 
Brief Nr. 49 -Abschiedsbrief-

Hallo Fans der Viktor-Schule,

ich habe mich davon gemacht. Ich bin nicht mehr im Flur der Pausenhalle. Das habt ihr bestimmt schon bemerkt. Dort müssen natürlich oft die Türen offen stehen. Das vertrage ich aber so im hohen Alter nicht mehr. Zugluft ist auch für Bücherwürmer gefährlich. Und mit einer Leselungenentzündung ist nicht zu spaßen.

Es stimmt natürlich nicht, dass der Rabe Jakob mich verspeist hat. Mein Wurmkörper war leider auch nicht mehr geeignet, von der Decke zu hängen. „Ich habe Rücken“. Eine Schönheitsoperation konnte ich mir leider nicht leisten. Da habe ich mir überlegt, dass ich näher an das Lesefutter heranschweben muss.

So besuchte ich wieder einmal die Stadtbücherei. Dort war ich ja schon so oft und da fühle ich mich wie zu Hause. Spuren von mir findet man in einigen Büchern. Da habe ich „Lesewurmlöcher“ hinterlassen.

Die Stadtbücherei ist genau der richtige Platz für mich. Hier setze ich mich auf mein Altenleseteil und kann spannende und lustige Bücher schmökern. Ihr werdet mich aber nicht finden. Ich bin in den Büchern unterwegs. Leseinfusion ist mein Geheimnis.

Ich lade euch herzlich ein, die Bücherei zu besuchen. Lesen ist wichtig. Lesen hilft beim Lernen. Lesen kann viel Freude bereiten.

Da mein Augenlicht auch nachlässt, liebe ich es, wenn jemand etwas vorliest. Das ist bei der „Ohrensesselaktion“ in der Stadtbücherei am Dom oft der Fall.

Also auf ins Leseland der Stadtbücherei.




Den nächsten Brief erhaltet ihr vom Raben Jakob, der euch nun mit Briefen erfreuen wird.

Viele Grüße und bleibt nette, freundliche und lerneifrige Schülerinnen und Schüler.

 

Euer

Freddy.

 
Brief Nr. 47

Hallo,

da bin ich wieder, euer Freddy das Punktemonster mit dem Pappkartongerippe aus der Pausenhalle. Endlich habe ich den Knister persönlich gesehen. Nett, wie er euch Mädchen und Jungen begeistern kann. Seine Bücher sind in aller Welt bekannt und er ist als Botschafter für das Hilfswerk UNICEF unterwegs. So ist er daran beteiligt, dass in Indien eine Schule gebaut wird. Und ihr könnt natürlich auch stolz sein auf eure Laufleistung beim Sponsorenlauf im APX. Fast 2000 Euro hat die Viktor-Schule als Geldspende erlaufen. Prima! Da war der Kinderbuchautor mächtig stolz auf eure Leistung und hat geduldig viele Autogramme gegeben.

Als Dankeschön gab es eine Lesekiste mit vielen Büchern. Gut, dass ich weiß, wo die Kiste steht. So kann ich in den Herbstferien alle Bücher schmökern. So viel Lesefutter habe ich schon lange nicht mehr gehabt.

Potz, Blitz! Da stelle ich doch gerade fest, dass die Kiste verschwunden ist. Was steht denn da auf einem Zettel? Klasse 4b. Ach ja, die Mädchen und Jungen der 4b, die auch an dem Sponsorenlauf teilgenommen haben, haben die Bücher als Ferienlektüre mitgenommen. Das ist auch toll. Da muss ich mir neues Lesefutter organisieren. Schwebe mal kurz ins Schulleiterzimmer. Da liegt bestimmt wieder ein Buch.

Tatsächlich. Das neue Fährmann-Buch liegt aufgeschlagen auf dem Schreibtisch. Mäuse und eine Katze sind da abgebildet. Da lese ich doch mal den Klappentext, damit ich weiß, was das für ein Buch ist.

„Die Abenteuer der überaus mutigen Lillimaus“ ist der Titel des Buches. Das scheint eine Fortsetzung des Kinderbuchklassikers „Der überaus starke Willibald“ zu sein.

Zwei Mäuse machen sich auf den Weg, den vom starken herrschsüchtigen Willibald vertriebenen Mäusephilipp zu suchen. Eine „vegetarische“ Katze begleitet die mutigen Mäuse. Da kommt ihnen doch tatsächlich der finstere Willibald in die Quere. Spannend. Das muss ich in den Herbstferien lesen.

 

 

Bis bald,

 

euer Freddy.

 
Brief Nr. 48

Hallo Kinder der Viktor-Schule,

da bin ich wieder, euer Freddy.

Die Sonnenstrahlen wecken  mich aus meinen Leseträumen. Das Frühjahr lockt. Ein Plakat in der Schule hat mich auf den tollen Trödelmarkt in der Stadtbücherei aufmerksam gemacht.

Lesefutter für den Bücherwurm. Da werden alle meine Sinne wach. Endlich gibt es wieder neue Lesekost und das zu „Schnäppchenpreisen“. Die Lesepaten verkaufen Bücher sehr günstig. Da werde ich mal am Samstag, dem 24. März,  vorbeischauen und mir etwas für den Lesehunger organisieren.

Hoffentlich erkennt mich kein Kind aus der Grundschule. Ich möchte nämlich mal in Ruhe die Leseschnäppchen verspeisen. Bin gespannt wie viele Kinder ihre Leselust stillen wollen.

So richtig alte Bücherschinken sind ein Festmahl für Bücherwürmer. Da ist jede Seite ein besonderer Genuss. Mir läuft das Lesewasser im Mund zusammen. Meine Pappkartonknochen jubeln, wenn sie an diese Lesevitaminspritze nur denken. Das ist Aufbaufutter für mich.

Außerdem werde ich mal wieder einen kleinen Rundflug durch die Stadtbücherei starten, denn die Türen werden alle offen sein. Diese Gelegenheit muss ich nutzen.

Die Stadtbücherei liegt ja auch in der Nähe des Nibelungen(h)ortes, eines Museums, das auch von Siegfried von Xanten erzählt.

Da fällt mir eine Quizfrage ein:

Mit welchem Tier kämpfte Siegfried und badete schließlich in seinem Blut?

Antworten bis zum 22. April 2012 an das Schulbüro der Viktor-Schule. Teilnehmen können nur Schülerinnen der Viktor-Schule in Xanten/Vynen. Bei mehreren richtigen Lösungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Zu gewinnen gibt es natürlich wieder Lesefutter.

 

Viel Freude beim Besuch des Trödelmarktes in der Stadtbücherei und beim Lesen.

 

Bis bald,

 

euer Freddy.

 
Brief Nr. 46


Hallo,

da bin ich wieder. Meine Pappkartonknochen sind am Samstag so richtig durchgeschüttelt worden. Genau unter mir standen sie die Eltern und unterhielten sich über Schule. Was für ein Gedränge beim Tag der offenen Tür in der Pausenhalle. Zunächst saßen die Kinder auf dem Boden und lauschten dem Schulchor. Unterstützt wurde die Dirigentin Doris Well von der kurzfristig eingestellten neuen Musiklehrerin Maxi Krissel. Dann ging man durch die Klassenräume und beobachtete die Kinder im Unterricht. 14 Klassenräume waren geöffnet, dazu der Computerraum und ein Fachraum, der für den Englischunterricht genutzt wurde. Viele Eltern und Schulneulinge aus allen Ortschaften nutzten die Gelegenheit zum Einblick in den Unterrichtsalltag.

Außerdem suchte man das Gespräch mit der Schulleitung, der Koordinatorin für den Ganztag Ulla Bünnagel und der Leiterin des Lernstudios Melanie Steufkens.

In der Mensa gab es Getränke, Obst und Rohkost. Die Stühle waren alle besetzt. Gut, dass man für mich noch ein paar Apfelstücke, Gurkenscheiben und Möhren übrig ließ. Denn auch ich kann mich nicht ausschließlich von Lesefutter ernähren.

Und dann kehrte wieder Ruhe ein. Ich hatte mich gerade für ein Mittagsschläfchen eingerichtet. Da rappelte es wieder an der Eingangstür. Nur eine Reinigungsfrau schloss noch mal die Türen auf. Klar, am Montag muss die Schule ja wieder sauber sein.

 

Und wer staubt mich mal ab? Der Herbststurm kann meinen Pappkartonkörper mal so richtig erschüttern. Denn der Frühjahrsputz liegt schon so lange zurück.

Bis bald,

 

euer Freddy.

 
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